Gebet um sozialen Frieden ab sofort jeden 3. Samstag im Monat – 11.45 Uhr – 12 Uhr, auf dem Haller Marktplatz.


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ALISHA


Seelsorge für arbeitslose Menschen



Einsatzleitung
Als Menschen, die seit längerem ohne Erwerbsarbeit sind, helfen wir vor allem älteren Menschen im Alltag rund um den Haushalt, zum Beispiel bei:
  • allen Haushalts- und Gartenarbeiten
  • Einkaufen, Putzen oder Bügeln
  • Hilfe bei Umzügen
  • Hilfe bei Entrümpelungen
  • Hilfe bei Renovierungsarbeiten
  • kleine Handreichungen im Haushalt (z.B. Glühbirnen auswechseln)
  • Begleitdienste (Arzt, Behörden, Kirche, Spaziergänge…)
  • Stundenweise Übernahme der Betreuung bei pflegenden Angehörigen
Als Arbeitslose können wir im Monat 26 Stunden ehrenamtliche Arbeit leisten und bis zu 200 € ohne Abzüge (2.400 €/Jahr) als Aufwandsentschädigung erhalten. Für jede geleistete Stunde erhalten wir den Mindestlohn von 8,50 €, die Initiative behält 2,50 €.

Wenn auch Sie arbeitslos sind und anderen Menschen helfen wollen und außerdem Kontakt zu anderen arbeitslosen Menschen suchen, kommen Sie einfach bei uns vorbei und informieren sich.

Wir sind für Sie da:
Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr (Auszahlung 9 bis 11 Uhr)
Telefon: 0791 – 940 16 993


Wenn Sie stundenweise für Ihren privaten Haushalt Hilfe suchen:

Menschen ohne Erwerbsarbeit arbeiten für Menschen, die Hilfe brauchen

Wer wir sind

Wir sind Frauen und Männer, die seit längerem von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Wir fühlen uns ziemlich überflüssig und rutschen in die Armut. Deshalb engagieren wir uns bei ALISHA, um anderen Menschen, die Hilfe brauchen, unsere Arbeitskraft anzubieten. Besonders für alte und kranke Menschen wollen wir da sein.

Als Arbeitslose können wir im Monat 26 Stunden arbeiten und bis zu 200 € anrechnungsfrei dazu verdienen. Eine Stunde unserer Arbeitszeit kostet Sie 11 €. Davon erhalten wir den Mindestlohn von 8,50 €, die Initiative erhält 2,50 €. Über die katholische Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall sind wir Unfall- und Haftpflicht versichert.

Für wen wir arbeiten

Nach dem Vorbild der Nachbarschaftshilfe bieten wir unsere Dienste vor allem älteren Menschen an, damit sie ihren Lebensabend länger in den eigenen vier Wänden verbringen können. Pflegende Angehörige sollen auch mal wieder Zeit für sich selber finden können. Aber auch alle anderen, die eine persönliche Unterstützung brauchen oder mal schnell auf eine Hilfe rund um den Haushalt angewiesen sind, können auf uns zählen.

Was wir anbieten

Wir unterstützen Sie im Haushalt bei allen anfallenden Arbeiten wie Fenster putzen, bügeln, einkaufen, Keller aufräumen, Glühbirnen auswechseln oder bei der Kehrwoche. Auch kleinere Gartenarbeiten können wir erledigen oder bei der Wohnungsrenovierung helfen. Wenn Sie schlecht zu Fuß sind, begleiten wir Sie zum Arzt, zu Behörden, zur Kirche zu Veranstaltungen oder wir gehen auch mit Ihnen spazieren.

Wenn Sie als pflegende Angehörige mal Zeit für sich selber brauchen, können wir stundenweise die Betreuung übernehmen.

Wie es geht

Rufen Sie uns einfach an. Fall nötig kommen wir zu Ihnen nach Hause und besprechen alles persönlich.

Wir orientieren uns an Ihren Bedürfnissen und Wünschen. Sie dürfen uns Vertrauen schenken, weil wir zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.

Unsere Dienste bezahlen sie nicht direkt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen ein Formular mit, auf dem Sie die Arbeitszeit mit Ihrer Unterschrift bestätigen. Ihnen wird dann eine Rechnung mit Überweisungsträger zugeschickt.

Rufen Sie uns an: 0791 – 94 01 69 93
Unsere Bürozeiten sind montags bis freitags 9 bis 12 Uhr,
außerhalb dieser Zeiten läuft unser Anrufbeantworter.



Konzeption ALISHA – Arbeitsloseninitiative Schwäbisch Hall


Treffen beim Kaffee

Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes und besitzt damit eine unantastbare Würde.
Die Seelsorge ermöglicht durch ihr Sach- und Personalangebot das Selbsthilfeprojekt ALISHA. Damit stellt sich die Kirche auf die Seite der sozial benachteiligten Menschen. Sie nimmt Anteil an ihrem Leben und versucht mit ihnen zusammen eine Perspektive der Hoffnung zu entwickeln.

Die Kirche bekräftigt ihre Botschaft vom liebenden und befreienden Gott mit konkreter Solidarität.

Konstitutiv dafür sind:

• Aktivität statt Passivität
• Gemeinschaftserfahrung
• Die Erfahrung gebraucht zu werden.

Zur Situation

Viele Menschen sind arbeitslos, weil der Arbeitsmarkt sie nicht braucht oder persönliche Hemmnisse bei ihnen vorliegen. Oft sind sie schon jahrelang ohne Arbeit und haben kaum eine Perspektive auf eine feste Arbeitsstelle. Ihr Leben ist gekennzeichnet durch Armut und Ausgrenzung. Für sie sind alternative Arbeitsangebote wichtig, damit auch ihrem Bedürfnis nach Selbstachtung und dem Gefühl gebraucht zu werden, Rechnung getragen werden kann.

Das Projekt verfolgt zwei Ziele:

1. Für die Arbeitslosen

• Bei der betroffenen Personengruppe handelt es sich überwiegend um Empfänger von Arbeitslosengeld II. Die Leute sind also schon längere Zeit arbeitslos und leiden unter den bekannten psychosozialen Folgeerscheinungen: Gefahr der Entwicklung von Depression und Sucht, Verlust des Selbstwertgefühls, gesellschaftliche Isolation durch Armut. Es geht darum, Arbeitsmöglichkeiten außerhalb des „normalen“ Arbeitsmarktes zu organisieren, z.B. Hilfen für ältere und/oder kranke Menschen im häuslichen Bereich oder Begleitdienste. Die arbeitslosen Menschen sollen darin unterstützt werden, die Anbindung zur Erwerbsarbeit nicht zu verlieren oder wieder zu erlangen.

• Außerdem bietet das Projekt die Möglichkeit zur Begegnung, zur Kommunikation und Gemeinschaft, um die zunehmende Isolation durch Armut aufzubrechen und das Selbstwertgefühl zu stärken.

• Ein wesentlicher Aspekt liegt in der Selbsthilfe. Die Arbeitslosen organisieren die Arbeitsaufträge, die Weitergabe an MitarbeiterInnen und die Ausführung selber. Damit setzen sie einem System mit der Tendenz zu Betreuung, Kontrolle und Versorgung eigene Kreativität und Aktivität entgegen.

2. Im Rahmen der „Organisierten Nachbarschaftshilfe“ sollen die angebotenen Hilfsdienste wiederum „bedürftigen“ Menschen zu Gute kommen.

Dabei geht es darum,

• ältere, kranke und Menschen mit Behinderungen zu unterstützen, um ihnen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu erhalten oder zu ermöglichen (Begleitdienste zum Arzt, zum Einkaufen, zu Behörden, zu kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen)
• ältere hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, damit sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Damit können sie länger selbständig leben und sind nicht vorzeitig auf ein Altersheim angewiesen (Gartenarbeiten, Putzarbeiten, Unterstützung bei Renovierungen)
• pflegende Angehörige zu entlasten (Begleitung der Pflegebedürftigen zu kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen, Spaziergängen u.ä., Unterstützung bei Abwesenheit der pflegenden Angehörigen)
• Familien mit kleinen und behinderten Kindern zu entlasten (stundenweise Betreuung von Kindern, Unterstützung und Entlastung bei der Versorgung von kranken oder behinderten Kindern)

Umsetzung

ALISHA wird von Pastoralreferent Wolfram begleitet. Die Initiative dient der Begegnung und zum Austausch. Arbeitslose selber übernehmen die Organisation. Sie nehmen Arbeitsangebote entgegen, geben sie an andere Arbeitslose weiter und machen die Abrechnungen. Es gibt regelmäßige Öffnungszeiten.

Der Auftraggeber wird vor Ausführung der Arbeit nochmals schriftlich über die Arbeitsloseninitiative und die Zahlungsmodalitäten informiert und bestätigt die ausgeführte Arbeit auf einem vorgedruckten Leistungsnachweis. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ALISHA erhalten ihre Aufwandsentschädigung zeitnah nach erfülltem Auftrag von der Initiative.

Träger und Kostenseite

Träger von ALISHA ist die Katholische Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall. ALISHA ist Mitglied der „Organisierten Nachbarschaftshilfe“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Dadurch wird die geleistete Arbeit als ehrenamtliche Arbeit anerkannt.

Der Auftraggeber erhält von ALISHA eine Rechnung. Er zahlt kein Bargeld aus, sondern überweist den Rechnungsbetrag an den Träger des Projekts. Für jede geleistete Stunde bezahlt er 11 €.

Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin erhält im Rahmen der gesetzlichen Zuverdienstgrenze
 – für wöchentlich nicht mehr als 26 Stunden – maximal 200 € monatlich. Von den 11 €, die der Kunde bezahlt, erhält der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin den Mindestlohn von 8,50 € als Aufwandsentschädigung. Der Träger behält davon 2,50 € ein, um damit einen Teil seiner Unkosten zu begleichen. Der Hauptteil soll allerdings den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Gute kommen in Form von Gemeinschaftsveranstaltungen.

Der Auftraggeber bescheinigt die erbrachten Leistungen auf einem vom Mitarbeiter/von der Mitarbeiterin mitgebrachten Vordruck. Diese Bescheinigung legt er/sie dem Träger nach getaner Arbeit vor, der ihm/ihr die Aufwandsentschädigung zeitnah bar ausbezahlt.



Kontakt

ALISHA – Arbeitsloseninitiative Schwäbisch Hall
Am Säumarkt 2, 74523 Schwäbisch Hall,
Telefon: 0791 – 940 16 9 93
Email: alisha-arbeitsloseninitiative@t-online.de
Bürozeiten:
Montag bis Freitag  8 bis 12 Uhr

Öffnungszeiten für Mitarbeitende:
Montag bis Freitag  9 bis 12 Uhr (Auszahlung 9 bis 11 Uhr)

Wolfram Kaier, Am Säumarkt 2, 74523 Schwäbisch Hall
Telefon: 0791 – 499 45 51
Email: Wolfram.Kaier@drs.de

Bankverbindung
Sparkasse Schwäbisch Hall
Katholische Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall
BLZ: 622 500 30
Kontonummer: 1809011